30 Jahre nach dem Fall der Mauer
more than a year agoSo lange stand die Berliner Mauer. 28 Jahre lang verlief eine konkrete Barriere durch das Herz der Stadt, das greifbarste Beispiel für einen Kalten Krieg, der Ideologie gegen Ideologie kämpfte und Europa in zwei Teile spaltete. Was am 13. August 1961 in relativer Geheimhaltung hochging, kam am 9. November 1989 in emotionalen Szenen wieder herunter. Die Berliner Mauer spaltete Familien, Freunde, Nachbarn und Kollegen. 45.000 Betonblöcke standen zum Zeitpunkt des Mauerfalls zwischen Ost und West, dazu 259 Hundeausläufe und mehr als 300 Wachtürme. Was als eiliger Versuch begann, die Abwanderung der ostdeutschen Fachkräfte zu stoppen, wurde schließlich zu einem der großen Tumore auf diesem Planeten, zu einem aufwendig gestalteten Stück architektonischen Horrors, der das Leben der Menschen verschlimmern sollte.
Es konnte nicht ewig dauern, auch wenn man den Berlinerinnen und Berlinern verzeihen könnte, wenn sie sich so fühlen würden. Fluchtversuche waren häufig, wobei mehr als 5.000 Fälle von Fluchtversuchen bekannt waren, vor allem von Ost nach West. Die Gesamtzahl der Menschen, die bei dem Versuch, die Mauer zu überqueren, starben, ist nicht bekannt, Schätzungen gehen von 80 bis 240 aus. Der erste Todesfall ereignete sich nur neun Tage nach dem Mauerbau, während der letzte nur wenige Monate vor dem Fall der Mauer stattfand. Die Mauer hat für alle alles verändert. Der 30. Jahrestag ihrer Beseitigung ist ein Jubiläum, das es wert ist, gefeiert zu werden.
Und was wird die Stadt wird feiern! An sieben Tagen Anfang November (4. bis 10. November, um genau zu sein) werden an den sieben Schlüsselorten der Friedlichen Revolution mehr als 100 Veranstaltungen stattfinden. Die Bildung der ersten ostdeutschen Opposition wird in der Gethsemane-Kirche erzählt werden, während der Alexanderplatz und das Brandenburger Tor ihren Status als Gastgeber der größten Protestdemonstrationen bzw. der wilden Feiern zur Öffnung der Mauer wiederherstellen werden. Danach zieht die Partei weiter zum Kurfürstendamm (wo die ersten Wiedersehensfeiern stattfanden), zum Stasi-Hauptquartier in Lichtenberg (das Ende der DDR bis auf den Namen) und zum Schlossplatz (zur Feier des ersten frei gewählten Parlaments in der Geschichte der DDR). Das Fest wird an dem am besten geeigneten Ort, der East Side Gallery, enden.
Die ganze Stadt wird zum Mauerjubiläum verrückt werden, wobei außerhalb der offiziellen Feierlichkeiten zahlreiche Veranstaltungen stattfinden werden. Das Stasi-Museum zeigt eine ganz besondere Ausstellung über die Menschen, die mutig das Gesicht der Geschichte verändert haben, während das Deutsche Historische Museum die deutsche Geschichte - das schwierigste aller Themen - auf die typisch stilvolle und sensible Art und Weise behandelt. Es ist viel los, aber diese beiden Dinge erfordern besondere Aufmerksamkeit.
Viele hofften und glaubten, dass der Abriss der Berliner Mauer der erste Schritt zu einem neuen Europa sei, das seine verschiedenen Kulturen aufnimmt und näher zusammenrückt. Der Populismus und Nationalismus der letzten Zeit gefährden dies erneut, so dass dieser Jahrestag nicht passender sein könnte. 30.000 Botschaften der Liebe, des Friedens, der Akzeptanz und der Harmonie werden am Ende der Feierlichkeiten über dem Brandenburger Tor in die Luft schweben, während Berlin und Europa auf eine möglicherweise schöne Zukunft blicken. Schon 30 Jahre? Wow, wie die Zeit vergeht...
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