Die Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde als Mahnmal für die Kriegszerstörung erhalten und ist das Wahrzeichen West Berlins. Eine Tafel gibt Deutschlands tiefgreifendes Schuldbekenntnis wieder: „Der Turm der alten Kirche soll an das Gericht Gottes erinnern, das in den Jahren des Krieges über unser Volk hereinbrach.“ Die Kirche aus dem Jahre 1895 war einst das Symbol des Nationalstolzes. Sogar Synagogen leisteten ihren Beitrag zur Finanzierung. In der Gedenkhalle der alten Kirche befinden sich beeindruckende Mosaike aus der Dynastie der Hohenzollern. Der moderne Teil mit der Kapelle und dem Glockenturm wurde 1961 fertiggestellt. Hier lohnt sich unbedingt ein Besuch an einem sonnigen Tag, um die faszinierenden Fenster aus blauem Bleiglas zu bewundern. Die Hauptkirche wird bis August 2013 saniert und ist daher derzeit eingerüstet. Jede Woche finden Konzerte statt, viele davon mit freiem Eintritt.
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