Die Ausstellung über die Grenzerfahrungen unterstreicht die Alltagsrealität der durch Berlin laufenden Grenze. Der Glaspavillon neben Bahnhof Friedrichstraße war von den 1960er Jahren bis 1990 der Hauptgrenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin. Züge von West-Berlin kamen hier an, getrennt von der DDR-Plattform, und die Ankömmlinge wurden überprüft, durchsucht, regelmäßig gedemütigt und gezwungen, 25 Mark einzutauschen. Diejenigen, die Familie und Freunde im Osten besuchten, konnten sie vielleicht nie wieder sehen, daher der Name "Tränenpalast". Koffer voller Erinnerungen erzählen die Geschichten von DDR-Emigranten, Flüchtlingen und Rückkehrern; Karten zeigen die Planung der Umsetzung der Mauer, Fotos erinnern an die politischen Spannungen, die sahen, wie sich amerikanische und sowjetische Panzer im Oktober 1961 gegenüber standen und es gibt Videos von einer Dame im zollfreien Intershopkiosk und einem düsteren Grenzsoldaten, empört darüber, dass die Mauer (und sein Job) nicht, wie versprochen, 100 Jahre Bestand hatte.
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